Geschichte von Kloster und Kirche
© KongrgationFranziska Lechner und ihre junge Gemeinschaft baute nicht nur eine Klosterkirche, sondern auch ein Zentrum seelsorglicher Betreuung für die vielen Menschen

Seit 1869 ist die Kongregation der Töchter der göttlichen Liebe im Fasanviertel ansässig.Das Haus Fasangasse 4, das erste Dach über dem Kopf für die Arbeit suchenden Mädchen und die Schwestern, wird bald zu klein.Zwanzig Jahre später, 1888, gelingt der Ankauf des Hauses Jacquingasse 14 und schließlich der Zubau des Hauses Jacquingasse 12.  Während dieser Zeit hat sich die Häuserzeile der Jacquingasse gebildet. Herrschaftliche Wohnhäuser und kleine Stadtpalais adeliger Familien, etwa auch der Witwensitz der Fürstin Pauline Metternich, stehen in der Tradition des Nobelviertels, das sich bildete, als Prinz Eugen mit dem Bau des Belvederes,mitten in den Weingärten, die Gegend "fein" gemacht hatte.

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Franziska Lechner baute ein Zentrum seelsorglicher Betreuung.

In der Fasangasse, das namensgebende Wirtshaus "Zum Fasanl" besteht schon seit etwa 1680 an der uralten Stadtausfahrt über den Rennweg nach Osten, reihen sich damals noch die Bauernhöfe aneinander. Die dazugehörigen landwirtschaftlichen Nutzflächen, stark verkleinert durch den Bau des Arsenals,werden nach und nach parzelliert, das Wohngebiet Fasanviertel entsteht. In den neuen Zinshäusern finden Zuwanderer aus allen Teilen der Monarchie ihr Unterkommen,die sich von einer Übersiedlung in die Hauptstadt Arbeit, Einkommen und ein besseres Leben erwarten. Arbeitsplätze bieten der Bau der Ringstraße, die Donauregulierung, der Ausbau der Infrastruktur für die schnell wachsende Stadt, Wohnhäuser,Wasserleitung und das Verkehrsnetz.

Als Franziska Lechner und ihre junge Gemeinschaft sich für den Bau einer Kirche entscheiden, beabsichtigen sie nicht nur eine Klosterkirche zu bauen, sondern auch ein Zentrum seelsorglicher Betreuung für die vielen Menschen, die in den neu entstandenen Straßenzügen zu Hause sind. Am 22.April 1891 wird die Kirche geweiht. Am ersten Juli 1939 wird schließlich an der Kirche "Zur Dreimal Wunderbaren Mutter" die Muttergottespfarre errichtet.

Nach mehreren kleineren Reparaturen und Instandsetzungen nimmt die damalige Provinzoberin Sr.M. Leonore Mohl, unterstützt von der Vikarin Sr.M.Romana Rapf, eine echte Fasanviertlerin, die umfassende Renovierung des Kirchengebäudes in Angriff, die 1991, genau 100 Jahre nach der Weihe der Kirche, fertig gestellt wird.

(red)


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