"Also kommt der Glaube vom Hören"
© Stephanscom.atIn der Pfarre An der Muttergotteskirche wurden am Sonntag, 25. September 2005, zwei neue Glocken, "Franziska" und "Paulus", geweiht und ihrer Bestimmung übergeben. Pfarre und Klostergemeinschaft der "Töchter der Göttlichen Liebe" feierten mit Generalvikar Schuster.

In der Pfarre An der Muttergotteskirche im dritten Bezirk wurden am Sonntag, 25. September 2005,  von Generalvikar Franz Schuster zwei neue Glocken für die Pfarrkirche geweiht. Bisher musste die Pfarre mit einer kleinen Totenglocke auskommen, da im Jahr 1942 drei Glocken aus dem Turm der Pfarr- und Klosterkirche für Kriegszwecke abgenommen worden waren.

Missionarische Kirche ist Aufgabe der ganzen Gemeinde

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"Missionarische Kirche zu sein ist Aufgabe aller", erklärte Franz Schuster.

In seiner Predigt ging Generalvikar Schuster auf die Inschrift der Glocke, die dem heiligen Paulus geweiht ist, ein: "Ergo fides ex auditu" - also kommt der Glaube vom Hören. "Die Glocken, deren Klang in der Stadt ein vertrauter Klang ist, helfen Gottes Stimme nicht zu überhören", so der Generalvikar.
Aber nicht allein das Hören sei wichtig, sondern auch das Verkündigen: "Alle sind berufen zu verkündigen. Wir alle sollen Boten der Freude sein und können uns sicher sein, dass Jesus bei uns ist, wie er es versprochen hat", predigte Franz Schuster beim Gottesdienst.
Es sei jetzt eine Zeit, in der die Kirche missionarisch sein müsse, "aufstehen und zu den Menschen gehen, und das ist nicht allein die Aufgabe des Pfarrers, sondern das ist die Aufgabe der ganzen Gemeinde", betonte Generalvikar Schuster.

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Generalvikar Franz Schuster salbt die neuen Glocken mit Chrisam und übergibt sie durch die Weihe ihrer Bestimmung.

Der Klang der Glocken möge die Menschen der Gemeinde, die 1939 gegründet wurde, immer an die Zuversicht im Glauben erinnern und sie mahnen "in Glaube, Hoffnung und Liebe zu leben", so der Generalvikar der Erzdiözese Wien.

Glocken sollen an Stimme Gottes erinnern

Pfarrer Pavol Dubovsky, der im Pfarrgemeinderat die Idee zur Neuanschaffung der beiden Glocken hatte, erklärte: "60 Jahre nach dem Krieg wird mit den neuen Glocken ein Kriegsschaden behoben und ein Zeichen gesetzt. Denn wie es auf der einen Glocke steht: Der Glaube kommt vom Hören. Die neuen Glocken also sollen an die Stimme Gottes in der Welt erinnern."

Ruf, Mahnung und Erinnerung

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Die Glocken erinnern an die Stimme Gottes, so der Pfarrer.

Bei der Glockenweihe am Beginn des Gottesdienstes wurden die beiden neuen Glocken, die nach der Heiligen Franziska Romana und dem Heiligen Apostel Paulus benannt sind, mit Weihwasser besprengt, mit dem Rauchfass beräuchert und schließlich mit heiligem Chrisam gesalbt. "Mit der Weihe werden die Glocken ihrer heiligen Bestimmung übergeben", erklärte der Generalvikar am Beginn der Weihehandlung. Die neuen Glocken "sollen die Gemeinde zum Gottesdienst rufen, die Säumigen mahnen, die Mutlosen aufrichten, die Trauernden trösten, die Glücklichen erfreuen, die Fernstehenden an die Liebe Gottes erinnern und die Verstorbenen auf ihrem letzten Weg begleiten", betete Franz Schuster bei der Weihe der Glocken.

Fest der Weltkirche

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Die afrikanische Gemeinde feierte die Glockenweihe mit.

Der "Sonntag der Völker" wurde auch im dritten Bezirk spürbar: die österreichische Pfarrgemeinde, die Schwesterngemeinschaft der "Töchter der göttlichen Liebe", die französischsprachige afrikanische und die slowakische Gemeinde in Wien feierten die Glockenweihe mit. Hörbar wurde dies in den Fürbitten, die in drei Sprachen vorgebracht wurden sowie durch die Lieder der Afrikaner und eines slowakischen Chores.

Mit einem Kirtag im Klostergarten der "Töchter der göttlichen Liebe" endete das Glockenweihefest, zu dem auch der erste von insgesamt bisher sechs Priestern der Pfarre, Heribert Holzer, kam.

Das erste Mal werden die Glocken zum Erntedankfest der Pfarre, am Sonntag, 9. Oktober 2005, um 10.00 Uhr erklingen.

(gr)


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